31. Dezember 2009

Zu Besuch an unserer amerikanischen Partnerschule und in New York

Von: Imke

Imke berichtet von der aufregenden Reise.

Am 20. September 2009 trafen wir uns, 15 SchülerInnen und 2 Lehrer um sechs Uhr am Hamburger Flughafen. Nach ca. 8,5 Std. Flugzeit sind wir endlich am Newark´er Flughafen angekommen. Dann ging es auch gleich mit einem Shuttle zu unserer Schule in Hegins (Pennsylvania), wo wir von unserer Gastfamilie in Empfang genommen wurden.

Am nächsten Tag hatten wir auch gleich unseren ersten Schultag. Wir waren von der Schule, dem Unterricht, den netten und freundlichen Schülern sowie Lehrern positiv überrascht.

Alle deutschen Schüler haben einen individuellen Stundenplan bekommen, welcher jeden Tag gleich war. Der Unterricht begann um 8.03 Uhr allerdings findet immer vor der ersten Stunde ein fünfminütiges Treffen, der so genannte „Homeroom“, statt. So haben wir dann auch z. B. die Fächer Baking (Backen), Drivers Education (Führerschein), Accounting (Geld kalkulieren) kennen gelernt. 

In der Schule haben die SchülerInnen nur eine einmalige 30 Minuten lange Pause, in der sie Zeit für ihr lunch haben, aber viel mehr dann auch nicht.

Unsere Gastgeschwister haben größtenteils entweder Fußball, Football, Volleyball oder in der Schulband gespielt. Somit hatten sie jeden zweiten Tag nach der Schule Training oder jeden zweiten Tag ein Spiel. Hierbei haben manche von uns mittrainiert oder doch lieber nur zugeschaut ;)

Jeden Freitagabend fand ein Footballspiel statt, die Mannschaft wird von ihrer Schulband unterstützt. An manchen Abenden hatten wir einige Treffen mit den Gastfamilien und den Austauchschülern organisiert, wo man noch mal die Gelegenheit hatte, andere Gastfamilien zu sehen und miteinander schöne Spiele zu spielen.

Während der Schulzeit haben wir auch Ausflüge z. B., zu den Amish People, Pioneer Tunnel & Coal Mine, Government House von Harrisburg, Automuseum, Gericht von Harrisburg, besichtigt.

Im „Amishland“ waren wir bei einer Familie zu Gast. Diese hat für uns (ca. 45 Personen) gekocht. Es gab Hühnersuppe, Kassler, Stampfkartoffeln, Nachtisch und selbstgebackenen Kuchen. Für diese leckere Mahlzeit haben wir mit den amerikanischen SchülerInnen gemeinsam zwei deutsche Lieder als Dankeschön gesungen. Eines der Lieder war das bekannte „Muß i dann…“.

Das Gericht in Harrisburg war interessant. Wir hatten eine Führung durch die verschiedenen Räume und Säle, dazu wurde uns immer alles erklärt. Einer von unserer Gruppe hat, wie bei einem Häftling, seine Fingerabdrucke abgegeben. Diese bekam er ausgedruckt als Andenken auf einem originalen Schein mit. Seine Daten wurden dann aber auch wieder gelöscht, sonst hätte die ganze USA darauf Zugriff.

Nach zweieinhalb aufregenden und erfahrungsreichen Wochen haben wir uns, mit zum Teil Tränen und Lachen, von unseren neuen Freunden, Gastfamilien und unserer Deutschlehrerin in der Schule verabschiedet. Wir freuen uns jetzt schon, wenn sie uns nächstes Jahr besuchen.

Nachdem wir noch einige Gruppenfotos gemacht haben und e-Mail Adressen getauscht haben, freuten wir uns nun auf New York.

Nach ca. 3.5 Stunden mit dem Shuttle haben wir von dem Highway aus die Skyline von Manhatten und die Freiheitsstaue gesehen. Das war der Zeitpunkt, an dem alle wieder wach waren und gestaunt haben.

Mit dem Shuttle endlich am Hostel angekommen, haben wir unser Gepäck ins Zimmer gebracht und kurze Zeit später uns auf den Weg zur U- Bahn gemacht.

Alleine die U-Bahn Fahrt in New York ist aufregend, aber der erste Blick auf den Times Square war einfach unglaublich.

Am ersten Abend haben wir gleich einen wunderschönen Überblick von New York genossen. Vom Rockefeller Centre konnten wir sowohl noch bei Tageslicht, in der Dämmerung als auch im Dunkeln (als alles beleuchtet war) wunderbare Fotos z. B. von dem Empire State Building, Central Park usw. machen. Es war traumhaft.

Die nächsten Tage haben wir viele Sehenswürdigkeiten besichtigt unter anderem Ellis Island & Statue of Liberty, UNO, Chinatown, Central Station, Times Square.

Dabei muss man sagen, dass auch das Shoppen in New York etwas Außergewöhnliches war.  Nicht nur weil die Preise erheblich günstiger sind, sondern weil man auch viel mehr Auswahl hatte und somit die Entscheidung schwer fiel. Einer der vielleicht emotionalgeladenen Momente war die Führung durch den Ground Zero. Wir haben eine Führung bekommen, wo Opfer ihre Lebensgeschichte zum 11. September erzählt haben, was unter anderem sehr traurig aber auch interessant war.

Im Allgemeinem hat alles problemlos geklappt und sehr viel Spaß gemacht diese Sehenswürdigkeiten zu besuchen.  

Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr, wenn unsere Gastgeschwister uns besuchen werden. Es war eine sehr schöne Erfahrung! Die drei Wochen haben sehr viel Spaß gemacht und hoffen noch lange Kontakt mit unseren neuen Freunden zu haben.

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